Fallstudie: Spin-off Medizintechnik - Dr. Dirk Müller

Case Study

Die Case Study »Dirk Müller« befasst sich mit der Gründung eines Unternehmens aus einer Forschungseinrichtung heraus.

Der Mandant

Unser Mandant war seit acht Jahren in einer Krebsforschungseinrichtung tätig. Er arbeitete dort an Diagnostikverfahren zur frühzeitigen Erkennung von Krebszellen. Gemeinsam mit einem Medizintechnikhersteller der Region sollte das Produkt zur Marktreife gebracht werden.

Die Kernfragen

Der Mandant wandte sich mit folgenden Fragen an uns:

  • Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen, um das medizinische Produkt in Deutschland zu verkaufen.
  • In welcher Rechtsform sollte er die Firma gründen?
  • Wie soll die Finanzierung des notwendigen Kapitals erfolgen?
  • Wie soll das Produkt vertrieben werden?
  • Zu welchem Preis soll das Produkt verkauft werden?

Prämissen

Der Mandant nannte verschiedene Prämissen, die im Rahmen der Gründung zu erfüllen waren:

  1. Als Physiker war er ein ausgezeichneter Wissenschaftler, wollte aber mit den finanziellen Dingen nur am Rande zu tun haben.
  2. Über die Verbindungen zu einer etablierten Medizintechnikfirma waren alle Dinge rund um die Zulassung und den Vertrieb vorgegeben.
  3. Es waren bereits zwei Kapitalgeber mit einem Volumen von 3 Millionen Euro gefunden worden.

Unser Beratungsauftrag

Es waren für den Mandanten die oben genannten Kernfragen unter Beachtung der Prämissen zu beachten.

Wahl der Rechtsform

Es wurde die GmbH als einfachste Formen der Kapitalgesellschaft gewählt. Das Stammkapital beträgt mindestens 25.000 Euro, wovon mindestens 12.500 Euro gezahlt werden müssen, der Rest wäre zum Beispiel in Form von Sacheinlagen möglich gewesen. Da genug Kapital vorhanden war, wurde die komplette Stammeinlage einbezahlt. Gesellschafter waren zum einen die Kapitalgeber und zum anderen der Wissenschaftler selbst. 80 % des Kapitals wurde in Form einer stillen Beteiligung eingebracht. Als Sitz der Gesellschaft wurde Heidelberg / Mannheim gewählt. Die GmbH wurde auch deshalb gewählt, die ihre Haftung beschränkt ist.

Zulassung des Medizinproduktes

Die Zulassung erfolgte über den Kapitalgeber und war nicht Teil des Beratungsauftrages durch ELSTE.

Finanzierung und Aufbau des Firmensitzes

Das Kapital für den Aufbau des Standorts stand bereits zur Verfügung, so dass keine weitere Finanzierung notwendig war. Es mussten nur die Konditionen zwischen Venture-Capital-Geber und unserem Mandanten ausgehandelt werden. Ein Großteil der Gerätschaften mit einem Investitionsvolumen von 400.000 Euro wurde über Leasingverträge angeschafft. Der Firmensitz bestand initial aus einem Büro, einem Lager sowie einer Produktionseinheit. Insgesamt standen damit 600 qm Fläche zur Verfügung, die durch den Hauptkapitalgeber bereitgestellt wurden. Der Vertrieb erfolgte ebenfalls über den Kapitalgeber. Für die Geschäftsführung wurde ein externer Geschäftsführer bestellt. Ebenso wurden sechs weitere Personen für die Labore und Verwaltung eingestellt.

Steuerliche Aspekte

Wichtig war für die Gründung, dass die Verluste steuerlich geltend gemacht werden konnten. Daher wurde die Gründung einer Kapitalgesellschaft favorisiert. Verlustvorträge bei einem Einzelunternehmen gehen bei fehlender Lieferfähigkeit verloren. Mit Gewinnen war nicht vor drei Jahren nach Gründung zu rechnen.

Marketingkonzept

Branding und Corporate Design erstellten wir gemeinsam mit einer Grafikerin. Ebenso erstellen wir ein Marketingkonzept über drei Jahre. Über Kontakte zu Ärzten und Kliniken konnten Interessenten für das Produkt gewonnen werden.

Moderne Krebsdiagnostik hat Zukunft und der Markt ist sehr groß. Inwieweit diese Firma damit Erfolg haben wird, hängt auch von der Zuverlässigkeit und den Ergebnissen der entwickelten Apparate ab.

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